Eine Zusammenfassung der Geschichte der Landsmannschaft Ghibellinia Tübingen


1845

22.02.1845

Ehemalige Mitglieder der „Cameralista“ und der „Alemannia“ gründen ein Wissenschaftlich-Patriotisches Kränzchen, das sich später „Gesellschaft der Waiblinger“, oder „Waiblingia“, nennt

 

1846

Einsetzen der Mensurtätigkeit

 

1847

Mitglieder der „Waiblingia“ nehmen den latinisierten Namen „Ghibellinia“ mit dem Waffenspruch der Hohenstaufen „Amor bonorum, terror malorum“ an. Als Farben übernimmt man das Schwarz und Gold der staufischen Herzöge von Schwaben und fügt das schwäbische Grün hinzu. Wahlspruch wird: „Freundschaft, Ehre, Vaterland!“

 

1850

Übernahme des waffenstudentischen Prinzips

 

1856

Grundsteinlegung des „Goldkartells“

 

1860-1866

1. Suspension aus personellen Gründen

 

1867

Rekonstitution der Ghibellinia nach den alten Statuten. Man nennt sich zum ersten Mal „Landsmannschaft“ zur Abgrenzung gegenüber Corps und Burschenschaften

 

Ghibellinia nimmt Kontakt mit den Landsmannschaften Teutonia Halle, Teutonia Bonn, Verdensia Göttingen, und Makaria Würzburg auf und schlägt die Gründung und den Zusammenschluss zu einem Verband der Landsmannschaften vor

 

1868

02.06.1868

Treffen der angeschriebenen Landsmannschaften und Ghibellinia und Gründung des „Allgemeinen deutschen Landsmannschafter Convent“ (L.C.) in Zwingenberg. Ab 1873 wird Coburg ständiger Tagungsort und man ändert den Namen in „Coburger Landsmannschafter Convent“ (C.L.C)

 

1876-1877

Aufgrund von Zwistigkeiten innerhalb des Verbandes tritt Ghibellinia aus. Mehrere befreundete Landsmannschaften folgen und der Verband löst sich auf

 

1882

Bildung des „Goldenen Kartells“ bestehend aus Budissa, Makaria, Pomerania und Ghibellinia

 

1894

Beschluss zum Bau eines Hauses

 

1896

Einweihung des Hauses in der Gartenstraße

 

1898

Ghibellinia und einige weitere Landsmannschaften treten aus dem C.L.C. aus

 

1900

Gründung des „Arnstädter Landsmannschafter Verband“ (A.L.C.) aus Gold- und Silberkartell

 

1906

Auf Anregungen Ghibellinias kommt es zu einer Wiedervereinigung des A.L.C. und des C.L.C. zur Deutschen Landsmannschaft (DL). Bis dahin hatten beide Verbände nebeneinander existiert

 

1914-1918

2. Suspension (1. Weltkrieg)

 

1918

Wiederaufnahme des Aktivenlebens

 

1919

Spartakus-Aufstände in Stuttgart und München werden von Studentenbatallionen unter der Führung der Ghibellinia niedergeschlagen

 

1933

Der Zusammenbruch der Weimarer Republik bringt den studentischen Verbindungen einschneidende Maßnahmen unter den diktatorischen Strukturen der neuen Machthaber

 

1935

30.10.1935

Der Convent der Ghibellinia beschließt die Suspension. Einige Ghibellinen schließen sich der „Kameradschaft Langemarck“ an, welche durch die Verbindung Normannia ins Leben gerufen wurde

 

1949

Neugründung der Ghibellinia unter der Bezeichnung „Lustnauer Bund“

 

1950

Zulassung durch den Senat der Universität, aber: keine Farben, kein Fechten

 

1951

Gründung des „Coburger Convents der Landsmannschaften und Turnerschaften an Deutschen Hochschulen“ (CC). Ghibellinia tritt bei und nennt sich wieder Landsmannschaft

 

1952

Ghibellinia übernimmt das Präsidium im CC

 

1981

Adolf Theis-Toleranz Prinzip: Farbentragen auf Universitätsgelände wieder erlaubt

 

2000

Sanierung des kompletten Hauses

 

2007/2008

Ghibellinia übernimmt zum zweiten Mal das Präsidium des CC als erste der Verbandskorporationen nach dem 2. Weltkrieg